Anatomie & Physiologie

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Die uneingeschränkte Funktionsfähigkeit des Kehlkopfes, des Atemapparates und des Ansatzrohres bilden die Voraussetzung für eine gesunde Stimme. Doch wird die Stimme durch verschiedene andere Faktoren beeinflusst, die eng miteinander verstrickt sind.

Stimme & Körper
Der Stimmklang wird durch die Funktion des gesamten Organismus beeinflusst. Dabei spielen der Bewegungs- und Haltungsapparat eine besondere Rolle. So kann sich eine Fehlhaltung des Körpers auf die Atmung auswirken, die wiederum Einfluss auf die Stimmgebung hat.
Zudem kann eine unausgewogene Körperspannung negativen Einfluss auf die Kehlkopfmuskulatur haben. Denn diese und die äußeren Halsmuskeln, die beide an der Einstellung des Kehlkopfes beteiligt sind, hängen mit der restlichen Körpermuskulatur eng zusammen.

Stimme & Persönlichkeit
Die Stimme wird zudem durch die Persönlichkeit beeinflusst. So ist es möglich, dass eine besonders extrovertierte Person ihre Stimme lauter und härter einsetzt. Dagegen wird eine eher introvertierte Person die Stimme meist leise und verhalten nutzen.

Stimme & Situation
Ferner können sich Gemütszustände wie Traurigkeit, Stress oder Unzufriedenheit in der Stimme widerspiegeln. Die Stimme reagiert sehr empfindlich auf psychisch belastende Situationen. Aber auch Erkrankungen, die den Körper schwächen, können sich auf den Stimmklang auswirken.

Ein klassisches Beispiel dafür, dass die Stimme unsere Stimmung widerspiegelt, ist das Telefongespräch mit einem guten Freund. Oft erkennt man schon beim ersten „Hallo“, wie es dem Anrufer geht, ohne ihm direkt gegenüber zu stehen.

Beispiel einer Reaktionskette von stimmbeeinflussenden Faktoren